Heizung ist nicht gleich Heizung

Seien wir ehrlich: der Heizungsraum ist wohl kaum Ihr Lieblingsplatz im Haus… Trotzdem ist er einen „Besuch“ wert: Wie geht es Ihrer Heizung? Arbeitet sie in Zeiten steigender Rohstoffpreise und umwelttechnischer Anforderungen weiterhin optimal? Das ist bei Heiztechnik älter als 15 Jahre leider fast nie der Fall. Und eins ist sicher: Die Kosten des Mehrverbrauchs an Energie für den Weiterbetrieb Ihrer alten Heizung übersteigen die Anschaffungs- und Montagekosten für eine wirtschaftliche, hochmoderne Anlage – und zwar immer. Eine moderne Heizung beeindruckt mit einer Vielfalt von Lösungen, Brennstoffen und Anwendungsmöglichkeiten. Eine Gemeinsamkeit aber gibt es: Ökonomie. Denn sparsamer als heute konnte man noch nie heizen!

Die Heizung ist der wichtigste Bestandteil der haustechnischen Anlagen, ohne die ein Wohnen in unseren Breiten kaum möglich ist. Bei der Auswahl der Heizung ist auf den effizienten Einsatz von Energie zu achten. Von Bedeutung ist auch, ob leitungsgebundene Energieträger wie Gas, Nah- oder Fernwärme zur Verfügung stehen.

Niedertemperaturheizung
Eine heute übliche Heizung ist die Niedertemperaturheizung. Sie kann mit Gas, Öl oder Holzpellets betrieben werden. Bei der Niedertemperaturheizung passt sich die Temperatur des Kessels dem Bedarf an, indem sie in Abhängigkeit von der Außentemperatur zwischen 70 Grad an den kältesten Tagen und ca. 40 Grad bei milder Witterung geregelt wird. Dadurch werden an Tagen mit geringem Heizwärmebedarf die Wärmeverluste der Heizung erheblich reduziert.

Brennwerttechnik
Die Brennwerttechnik gewährt eine bessere Ausnutzung der Brennstoffe Gas oder Öl. Denn hier wird ein Teil der in den Abgasen enthaltenen Wärme, die überlicherweise über den Schornstein ins Freie entweicht, für die Raumwärme mit genutzt. Dazu wird der im Rauchgas enthaltene Wasserdampf kondensiert, die im Wasserdampf eingeschlossene Energie wird damit freigesetzt und zum Heizen genutzt. Dies hat zur Folge, dass aus einer Einheit Brennstoff mehr Nutzwärme erzeugt werden kann als bei einer konventionellen Niedertemperaturheizung. Als Standort für kompakte Brennwertgeräte setzt sich immer stärker das Dachgeschoss durch. Denn die kürzeren Abgaswege und die Einsparung des Kellerraums lassen die Investitionskosten für die Heizung deutlich vermindern.

Wärmepumpe
Eine elektrische Wärmepumpe als Heizung ist in der Lage, dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft die natürliche Wärme zu entziehen. Die Wärmepumpe erfordert wegen der von ihr gelieferten niedrigen Temperaturen ein Flächenheizsystem. Moderne Anlagen können auch direkt die Warmwasserbereitung mit übernehmen. Die Wirtschaftlichkeit einer elektrischen Wärmepumpe hängt von den Kosten für den Strombezug ab.

Festbrennstoffe
Holzpellets sind ein umweltfreundlicher, preiswerter und schadstoffarmer Brennstoff, der aus Hobel- und Sägespänen hergestellt wird. Generell entsprechen die derzeit erhältlichen Pelletsheizsysteme einem hohen technischen Stand, der einen sehr komfortablen und emissionsarmen Betrieb ermöglicht. Die Investitionskosten für eine Pellets-Zentral-Heizung sind heute noch vergleichsweise hoch. Für dieses umweltfreundliche Heizsystem gibt es jedoch verschiedene Förderprogramme